Marat

Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe
des Hospizes zu Charenton unter der unter Anleitung des Herrn Marquis de Sade

In einer Badewanne auf der Bühne, – so lernt das Publikum Jean Paul Marat kennen. Das Drama von Peter Weiss wird vom BAT Ensemble im Frühjahr 2018 aufgeführt. Der moderne Theater-Klassiker zeigt den fanatischen Marat in seinen letzten Tagen zur Zeit der französischen Revolution. Jahre später, in der Irrenanstalt von Charenton, inszeniert der berüchtigte Marquis de Sade die Geschichte um dessen Mord. Der kuriose Ort unterstreicht die vielschichtige Diskussion zwischen Marat als Anhänger einer sozialistischen Idee von Gerechtigkeit und Gesellschaft, die er mit Gewalt und Terror durchsetzen will, und dem Marquis de Sade, der sich als Vertreter des Individualismus sieht und sich die Loslösung des Einzelnen aus der Gesellschaft wünscht. In seinen letzten Tagen bekommt Marat schließlich Besuch von seiner Mörderin …

Jacques-Louis David, Tod des Marat, 1793, gemeinfrei

Unter der Leitung von Oliver Huhn inszeniert das BAT Ensemble „Die Ermordung Marats“ in Bremen und umzu. In der Mitte der Bühne steht erhöht die Badewanne von Marat. Das Publikum, darunter auch die Darsteller, die Patienten der Irrenanstalt von Charenton sowie der Marquis de Sade, sitzen bzw. agieren kreisförmig darum herum. Der Mord zum Schluss des Stückes wird durch Hitchcocks „Psycho“ Motiv eingeleitet.

 

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